Der Begriff Nachrichten bezeichnet die Verbreitung von Informationen über aktuelle Ereignisse aus der Wirtschaft, der Politik und des Sozialbereichs. Dabei werden nur jene Informationen verbreitet, die für eine breite Masse eine Bedeutung haben. Die Übermittlung von Nachrichten erfolgte ursprünglich in rein akustischer Form.

Von der Buschtrommel zum Internet

In früheren Zeiten verständigten sich Menschen über weitere Entfernungen hauptsächlich mithilfe von akustischen Signalen. Ein menschlicher Alarmruf war nur bis zu 1,5 Kilometer weit hörbar. Trommeln hingegen waren weithin zu hören und wurden vor allem von Naturvölkern in den Urwaldregionen eingesetzt. Wichtige Nachrichten wurden später mit Boten übermittelt. Der berühmte Marathonläufer von Athen ist ein Beispiel dafür. Aus dem Mittelalter sind vor allem berittene Boten zur Überbringung wichtiger Nachrichten bekannt. Teilweise verwendete man auch Flaschenpost oder Brieftauben.

Durch die technologischen Entwicklungen wurde es schließlich möglich, Nachrichten in Form elektrischer oder optischer Signale über weite Strecken zu übermitteln. Die erste optische Signalübertragung durch Lichtblitze gab es jedoch schon im alten Griechenland. Damals verwendete man dafür den sogenannten Heliografen. Die ersten optischen Telegrafen wurden in Europa in Frankreich eingesetzt. Sie wurden von den Gebrüdern Chappe ins Leben gerufen. Napoleon bediente sich dieser Technologie.

In Deutschland kam der optische Telegraf im Jahr 1832 ins Spiel. Durch Morsezeichen wurden dabei Nachrichten verbreitet. Mit elektrischem Strom gelang es, diese Morsetelegrafen effizienter zu gestalten. Schließlich mündete die elektrische Übertragung von Signalen in der Erfindung des Telefons. Philipp Reis präsentierte 1861 in Deutschland das erste Telefon und 1876 patentierte Graham Bell das Telefon in den USA.

Im 20. Jahrhundert wurde es möglich, Signale auch in Form von Funkwellen zu übertragen. Damit feierte das Radio seinen Siegeszug. Dieses wurde bereits 1895 von Nikola Tesla patentiert. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden auch Bilder auf ähnliche Art übermittelt und das Fernsehen war geboren. Das elektronische Fernsehen wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1931 im Rahmen der internationalen Funkausstellung präsentiert. Bis zur Nachkriegszeit fand das Fernsehen meist nur im Rahmen von Versuchssendungen statt. Der kommerzielle Durchbruch gelang erst in den 1950er-Jahren. Vor allem in den USA gab es 1951 bereits über zehn Millionen Fernsehzuschauer.

In den 1960er-Jahren wurden nicht zuletzt durch die Entwicklung des Mikrochips die Grundlagen für das heutige Internet geschaffen. In den 1970er-Jahren wurde die Technologie der Nachrichtenübertragung durch elektronische Komponenten und Signale hauptsächlich im militärischen Bereich eingesetzt. Später verwendeten vorwiegend Forschungseinrichtungen diese Art der Signalübertragung. Erst in den 1990er-Jahren wurde das Internet für die breite Masse zugänglich. 1989 publizierte der britische Informatiker Tim Berners-Lee das System der Hypertext Markup Language (HTML). Damit wurde die Grundlage für die Erstellung von Webseiten geschaffen, die auch heute noch gültig ist.

Seit der Jahrtausendwende spielt das Internet in allen Bereichen der Wirtschaft und des sozialen Lebens sowie der Nachrichtenverbreitung eine bedeutende Rolle.

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